Das Typenschild nennt Hersteller, Typ, Seriennummer und Baujahr – genau die Angaben, die Service, Betreiber und Behörden immer wieder brauchen. Mit dem digitalen Typenschild stehen sie zusätzlich online bereit, zusammen mit den Dokumenten, die zu dieser Maschine gehören.
Ein QR-Code pro Exemplar statt nur pro Typ
Der feste QR-Code pro Maschinentyp reicht für die digitale Betriebsanleitung aus. Wer jedes Gerät einzeln kennzeichnen will, legt in ManualPass zusätzlich Seriennummern an:
- einzeln oder als Liste, zum Beispiel aus Ihrer Fertigungsplanung kopiert,
- als fortlaufender Bereich mit Präfix, Startnummer und Stellenzahl – etwa
BS400-2026-0001bisBS400-2026-0500, - mit Baujahr, das auf der Scan-Seite und im digitalen Typenschild erscheint.
Jedes Exemplar erhält einen eigenen, dauerhaft gültigen Link nach dem Muster …/p/CODE/sn/SERIENNUMMER. Er führt auf die gewohnte Scan-Seite mit allen Dokumenten und zeigt zusätzlich Seriennummer und Baujahr. Fordert ein Kunde die Papierversion an, ist die Seriennummer bereits eingetragen.
Identifikationslink nach dem Prinzip der IEC 61406
Die Normenreihe IEC 61406 beschreibt, wie ein Produkt über eine eindeutige Internetadresse identifiziert wird – den Identifikationslink. Er steht als QR-Code auf dem Produkt und ist durch einen Rahmen als solcher erkennbar.
ManualPass erzeugt diese Links pro Seriennummer und druckt die Etiketten auf Wunsch mit dem passenden Rahmen. Die Etiketten gibt es wie gewohnt in 60, 85 und 120 mm, mit bis zu drei Sprachen und mit „S/N“ und Baujahr im Klartext.
Praxis-Tipp
Drucken Sie die Etiketten für eine ganze Serie auf einmal – ManualPass erstellt bis zu 500 Etiketten pro Druckauftrag, jedes mit eigenem QR-Code.
Maschinenlesbar: dieselbe Adresse liefert Daten
Menschen öffnen den Link im Browser. Software – ein Service-Tool, die Warenwirtschaft oder die Steuerung der Maschine – fragt dieselbe Adresse an und bekommt ein digitales Typenschild im JSON-Format zurück:
| Angabe | Beispiel |
|---|---|
| Hersteller und Kontakt | Name, Anschrift, E-Mail |
| Produkt | Bezeichnung und Typ |
| Exemplar | Seriennummer, Baujahr |
| Kennzeichnung | CE |
| Dokumente | Art, Sprache, Version, Datum, Download-Link, SHA-256-Prüfsumme |
Die Feldnamen orientieren sich am Teilmodell „Digital Nameplate“ der Verwaltungsschale (Asset Administration Shell), das im Maschinenbau verbreitet ist. Das erleichtert die Übernahme in bestehende Systeme.
DPP-ready – ohne zu viel zu versprechen
Ein Digitaler Produktpass nach der Ökodesign-Verordnung ist für Maschinen nach Stand Oktober 2026 nicht vorgesehen; Pflicht wird er zunächst für andere Produktgruppen, etwa Batterien ab Februar 2027. Mehr dazu im Ratgeber Digitaler Produktpass für Maschinen.
Wichtige Bausteine eines Passes haben Sie mit ManualPass aber bereits:
- Eindeutige Kennung pro Exemplar über den Identifikationslink.
- Maschinenlesbare Daten unter einer dauerhaften Adresse.
- Versionierte Dokumente mit SHA-256-Prüfsumme und lückenlosem Protokoll.
Häufiger Irrtum
„Mit einem digitalen Typenschild habe ich schon einen Produktpass.“ Nein – Inhalt, Zugriffsrechte und Registrierung eines Passes legt die EU je Produktgruppe fest. Das digitale Typenschild ist ein Schritt dorthin, kein Ersatz.
Seriennummern und Etiketten probieren Sie am besten direkt in einem kostenlosen Testkonto aus; wie die Scan-Seite für Ihre Kunden aussieht, zeigt die Live-Demo. Einen Überblick über alle Bausteine gibt die Seite Funktionen.
Häufige Fragen
Was ist ein digitales Typenschild?
Ein digitales Typenschild stellt die Angaben des physischen Typenschilds – Hersteller, Typ, Seriennummer, Baujahr – zusätzlich digital bereit, erreichbar über einen QR-Code auf der Maschine. Bei ManualPass kommen die Dokumente des Maschinentyps dazu, etwa Betriebsanleitung und EU-Konformitätserklärung.
Was bedeutet IEC 61406?
Die Normenreihe IEC 61406 beschreibt einen eindeutigen Identifikationslink: eine Internetadresse, die ein einzelnes Produkt identifiziert und meist als QR-Code mit einem besonderen Rahmen auf dem Produkt angebracht wird. ManualPass erzeugt solche Links pro Seriennummer und druckt sie auf Wunsch mit diesem Rahmen. Ob Ihre Kennzeichnung die Norm im Einzelfall erfüllt, prüfen Sie bitte anhand des Normtexts.
Ist ManualPass damit ein Digitaler Produktpass?
Nein. Ein Digitaler Produktpass nach der Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1781 wird nur für Produktgruppen Pflicht, die in delegierten Rechtsakten festgelegt sind; Maschinen gehören nach Stand Oktober 2026 nicht dazu. ManualPass ist „DPP-ready“: Eindeutige Kennung pro Exemplar, maschinenlesbare Daten und versionierte Dokumente mit Prüfsumme sind Bausteine, auf denen ein späterer Pass aufsetzen kann.
Muss ich für jede Seriennummer neue Dokumente hochladen?
Nein. Die Dokumente gehören zum Maschinentyp. Alle Exemplare zeigen die jeweils gültige Fassung; die Seriennummer und das Baujahr kommen zusätzlich dazu.
Was passiert, wenn eine Seriennummer nicht angelegt ist?
Der Link funktioniert trotzdem und zeigt die Dokumente des Maschinentyps, nur ohne die Angaben zum einzelnen Exemplar. Ein falsch gedrucktes Etikett führt also nicht ins Leere.